Kommissar Julius jagt den Ribo-Dieb

Nov 09
2009

Und wieder einmal gibt es mehrere Videos von der Filmwerkstatt. In den Sommerferien 2009 fand zum dritten mal das Projekt statt und wir hatten drei Teilnehmer. Da keiner der Teilnehmer über grobe Kenntnisse verfügte, habe ich sie in kleinen Schritten an die Materie geführt  und bin ganz langsam durch die einzelnen Element die zu einem Film gehören gegangen.
Die Beschreibung “Von der Idee zum fertigen Film” ist ein gelungener Aufhänger, funktioniert aber leider ohne Grundlagen nicht direkt. Bevor wir zu einem wirklichen Filmprojekt übergehen konnten, mussten wir erst verstehen wie Film funktioniert, was Kameraeinstellungen sind, wie man sich das menschliche Hirn zu nutze macht und wie man es aus tricksen kann.

Die ersten zwei Tage haben wir damit verbracht die Kamera kennen zu lernen, zu verstehen wie man einen Dialog im Film darstellt und wie man ihn später auch im Schnitt realisiert.

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Mit diesem “Wissen” gewappnet und mit einer Menge Anweisungen haben wir uns ran gemacht und eine Story entwickelt. Keine große Sache, denkt man sich, doch um eine Story aus dem Nichts zu schreiben ist eine Menge Vorarbeit nötig. Immerhin will man keine Geschichte nacherzählen, keine Idee wiederholen oder gar den Fehler begehen, eine Story zu schreiben die keine sinnvolle Handlung hat. Doch mit den Kids im Boot war es ein leichtes, eine total verrückte Idee zu entwickeln.
Als Rahmen gab ich vor, das die Geschichte im Feriendorf “Caribi” der Stadt Stutensee spielen sollte, denn dort waren wir gut ausgestattet, hatten einen Haufen freiwilliger Laiendarsteller, ein schon fertig gebautes Set und die Möglichkeit von überall Strom aus der Dose zu beziehen. Zudem ist das Feriendorf eine tolle Sache, mit eigener Währung (der Ribo), eigenem Restaurant und einen Haufen Institutionen, wie der Bank, dem Kiosk, der Stadtinfo usw.
Nach einer kurzen Zeit stand fest, das wir einen kleinen Krimi drehen wollen. Die Kids hatten eine wahnsinnige Vorstellungsgabe, sodass nach ca. 20 Minuten die Rahmenhandlung stand:

Kommissar Julius (gespielt von Lukas) und seine Kollegin Eva (gespielt von Laura) werden vom Bürgermeister der Stadt “Caribi” beauftragt, den Räuber der Bank zu suchen und ihn zu verhaften, denn ohne die geklauten “Ribos” kann er seine fleißigen Arbeiter nicht mehr bezahlen und das Feriendorf muss geschlossen werden.

Mit dem fast fertigen Storyboard, das die Kids auch völlig alleine entwickelt haben, bewaffnet haben wir uns ins “Caribi” begeben und uns ein paar Darsteller gecastet. Alle hatten sehr viel Spaß, denn auch die Kids die nichts von unserem Projekt wussten, wollten unbedingt mitspielen, sodass wir nach ca. 2 Stunden Vorsprechen und der ein oder anderen Talentvorstellung ein wirklich tolles Team hatten.

Den eigentlichen Dreh haben wir binnen 2 Tagen realisiert. Es gab das eine oder andere kleine Problem, denn zum einen war das Storyboard nicht auf das “Caribi” zugeschnitten, sondern einfach frei erfunden und zum anderen waren unsere Laindarsteller teilweise so aufgeregt, das wir eine einzelne Einstellung bis zu 10 mal wiederholen mussten (Bei einer Standard Fernsehproduktion liegt die Wiederholung bei ca. 15) bis sie “saß”.
Zum ende des Drehs ist uns dann auch noch das Mikrofonkabel kaputt gegangen, sodass wir mit dem OnBoardMic der Kamera arbeiten mussten, was leider auch im Film geendet ist.
Im Schnitt sind uns dann auch noch ein paar kleinere oder größere Fehler aufgefallen, an die wir alle nicht gedacht haben. Aber genau deswegen machen wir ja das Projekt, um Fehler zu machen, sie zu erkennen und aus ihnen zu lernen. Die Musik haben wir aus dem freemusicarchive.org geladen und steht unter der CC-S-A – Lizenz.

Wie immer nutzten wir folgende Software: Adobe Creative Suit 4: Premiere Pro, After Effects und Photoshop. Ich hätte gerne noch ein bisschen Farbkorrektur gemacht, doch aus Zeitgründen haben ich es verworfen.

Hier also der Film:

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